Mein Weg zur Radiästhesie

Ich bin 1964 in Wien geboren. Nach dem naturwissenschaftlichen Realgymnasium habe ich ab 1984 Pharmazie studiert und arbeite bis heute in einer Apotheke in der Wiener Leopoldstadt — ein Brotberuf, der mich gelehrt hat, achtsam mit den Sorgen und Ängsten von Menschen umzugehen.

Mit dem Pendel experimentiere ich seit meiner Studienzeit. Aus diesem Interesse wurde eine einjährige Ausbildung zum Radiästheten bei Wolfgang Hanisch im Waldviertel — und ab 1997 aus der Berufung ein zweiter Beruf. Beim Reden sage ich übrigens lieber Rutengeher, beim Schreiben Radiästhet. Gemeint ist dasselbe.

Viele Jahre habe ich außerdem die Hans-Nemecek-Hütte am Gießhübl bei Wien betreut. Trotz Wiener Wohnadresse der Natur nahe und verbunden zu sein — das gehört für mich zu dieser Arbeit dazu.

Der Moment, in dem ich es wusste

Am Ende meiner Ausbildung haben wir gemeinsam einen Brunnen gesucht. Zwölf verschiedene Personen suchten zeitlich getrennt voneinander auf derselben Fläche — und unsere Ergebnisse lagen innerhalb eines einzigen Quadratmeters, auch die gefundene Tiefe war dieselbe. Am nächsten Tag kam der Bagger, grub das Loch, und Wasser floss hinein. Da wusste ich: Ich kann es.

Ich erzähle diese Geschichte als das, was sie ist — eine persönliche Erinnerung, die mich geprägt hat, kein wissenschaftlicher Beweis. Und falls Sie jetzt an Ihren eigenen Brunnen denken: Wassersuche biete ich heute bewusst nicht an. Mein Feld sind Wohnungen, Häuser und die Plätze, an denen Menschen schlafen, reden und arbeiten.

Zwei Erlebnisse aus der Praxis

Im elften Bezirk in Wien lebte ein Mann in einer kleinen Wohnung und schlief seit Jahren schlecht. Ich fand für ihn einen Schlafplatz — in der kleinen Küche. Er musste seither jeden Abend seine Matratze dorthin legen, aber er konnte endlich erholsam schlafen. Als er Monate später eine andere Wohnung mietete, beauftragte er mich gleich wieder.

Eine Familie hatte einen großen Esstisch. Ich zeigte ihr, welche Plätze die Kommunikation fördern. Tatsächlich saßen alle Gäste immer genau dort  — die übrigen Plätze blieben stetig verwaist.

Solche Rückmeldungen sind der Grund, warum ich diese Arbeit seit bald drei Jahrzehnten mache. Sie sind zugleich das, was sie sind: einzelne Erfahrungen, keine Statistik. Beides gehört zur Wahrheit.

Meine Haltung

Ich bin von meiner Methode überzeugt. Die vielen positiven Rückmeldungen und die Menschen, die mich für die nächste Wohnung gleich wieder holen, bestärken mich darin. Zugleich bin ich ehrlich: Wie das Rutengehen funktioniert, weiß ich nicht — ich konzentriere mich auf das, was ich suche, und die Rute zeigt allen sichtbar das Ergebnis. Für mich ist die plausibelste Erklärung, dass das Unterbewusste viel mehr aufnimmt, als wir bisher wissen.

Körperlich spüre ich beim Ausschlag übrigens nichts — keine Spannung, keine Wärme. Ich sehe nur, wie sich Rute oder Pendel eindeutig bewegen, je klarer, desto stärker. Wenn eine Ausmutung für mich stimmig ist, habe ich am Ende mehr Energie und bin fast ein wenig euphorisch. Passt etwas nicht, spüre ich Unruhe — dann suche ich weiter oder komme ohne Folgekosten noch einmal.

Ich weiß, dass die Radiästhesie wissenschaftlich umstritten ist und kontrollierte Untersuchungen bislang keinen allgemein anerkannten Nachweis erbracht haben. Ich stelle meine Erfahrung deshalb nicht als Beweis dar. Ich erkläre mein Vorgehen, dokumentiere meine Beobachtungen in einer Skizze — und lasse Ihnen die Freiheit, Ihre eigenen Schlüsse zu ziehen. Medizinische, technische und bauliche Fachprüfungen kann und will meine Arbeit nicht ersetzen. Ich muss niemanden bekehren. Ich kann nur offen zeigen, wie ich arbeite, was ich erfahren habe und wo die Grenzen meiner Aussagen liegen.

→ Mehr dazu: Radiästhesie ehrlich eingeordnet